DIE QUELLE ABSOLUTEN WISSENS

von Seiner Göttlichen Gnade A.C Bhaktivedanta Swami Prabhupāda
Gründer und ācārya der Internationalen Gesellschaft für Kṛṣṇa-Bewußtsein


Die Quelle Absoluten Wissens    

DAS ZIEL DES YOGA

In der Bhagavad-gītā findet man sehr oft das Sanskrit-Wort mām. Dieses Wort bedeutet „mir". Kṛṣṇa, die Höchste Göttliche Person, sagt, „Mir" - Kṛṣṇa. Wir können das nicht anders auslegen. Wenn ich sage, „bringe mir ein Glas Wasser", dann bedeutet das, daß ich derjenige bin, der ein Glas Wasser haben möchte, und wenn Sie mir ein Glas bringen und nicht irgend jemand anderem, dann ist das richtig. Wenn Kṛṣṇa sagt, „Mir", dann bedeutet das: zu Kṛṣṇa. Aber die Philosophen legen es trotzdem noch aus - sie sagen: „jemand anderem". Sogar grammatisch gesehen ist das falsch.

Jeder, der sich zu Kṛṣṇa hingezogen fühlt, ist Kṛṣṇa-bewußt. Wenn man seine Geliebte liebt, dann denkt man ständig an sie. Das ist das Bewußtsein sich Liebender - das ist ganz natürlich. Wenn eine verheiratete Frau einen Liebhaber hat, dann geht sie zwar ganz in ihren Haushaltspflichten auf, aber im Innern denkt sie ständig, „wann werde ich meinen Geliebten wiedersehen?" Das ist ein Beispiel. Es ist möglich, trotz unsinniger Betätigungen ständig an jemanden zu denken, den wir lieben. Wenn das auf weltlicher Ebene möglich ist, warum dann nicht auf spiritueller Ebene? Das ist die Essenz der Unterweisung, die wir in der Bhagavad-gītā finden.

In der Gītā sagt Kṛṣṇa zu Arjuna: „Du bist ein Krieger und mußt kämpfen. Du kannst dich dem nicht entziehen, es ist deine Pflicht." Heutzutage werden viele junge Männer zum Militärdienst eingezogen, aber sie weigern sich, hinzugehen. Sie weigern sich, weil sie nicht als kṣatriyas, als Krieger, aufgewachsen sind. Sie sind śūdras, Arbeiter. Dieses Kastensystem gibt es überall. Ein Teil der Bevölkerung muß zu brāhmaṇas ausgebildet werden, d. h. diejenigen, die intelligent genug sind, müssen in Wissenschaft und Philosophie ausgebildet werden. Und diejenigen, die weniger intelligent sind als die brāhmaṇas, die können militärisch ausgebildet werden. Die Gesellschaft braucht alle Arten von Menschen, nicht nur Soldaten. Warum soll jeder Soldat sein? Heutzutage schickt man einfach Arbeiter nach Vietnam, die dann sinnlos ihr Leben verlieren. Jedes Land, das auf seinen Fortschritt in der Wissenschaft stolz ist, sich aber außerstande sieht, die Bevölkerung sinnvoll zu organisieren, ist ein Land, das von Dummköpfen regiert wird.

Kṛṣṇa sagt in der Bhagavad-gītā, daß jede Gesellschaft sich in vier Klassen einteilt: brāhmaṇa, kṣatriya, vaiśya und śūdra. Das ist ganz natürlich. Die brāhmaṇas sind diejenigen, die nach geistiger Erkenntnis streben. Wir bilden heute junge Menschen heran, die ein sehr großes Interesse für geistige Dinge haben, und diese Menschen werden dann gezwungen, Soldat zu sein. Die törichten Menschen haben überhaupt keine Vorstellung davon, daß manche jungen Menschen in einer sehr hohen Wissenschaft ausgebildet werden. Warum muß man alles zerstören, wenn ein Mensch im Begriff ist, sein Leben zu vervollkommnen? Die jungen Menschen, denen die Eigenschaften der brāhmaṇas gegeben sind, folgen streng der Disziplin des brahmacarya: sie essen kein Fleisch, nehmen keine Rauschmittel zu sich, nehmen nicht an Glücksspielen teil, und sie haben keine unzulässigen sexuellen Beziehungen. Ihnen wird die Schulung von brāhmaṇas erteilt, welche die intelligentesten und geläutertsten Menschen innerhalb der Gesellschaft sind. Ein wirklicher brāhmaṇa in einer Familie heiligt die ganze Familie, sogar die ganze Gesellschaft! Aber heutzutage gibt es keine Schulung mehr für brāhmaṇas oder kṣatriyas. Die śūdras und vaiśyas weiß man wohl auszubilden. Für die Kaufleute gibt es Hochschulen oder technologische Institute. Das ist alles schön und gut, aber warum muß sich jeder unbedingt für Technik und Handel interessieren? Nehmen wir doch einmal unseren Körper als Beispiel: damit alles harmonisch funktioniert, brauchen wir Kopf, Arme, Magen, Beine, usw. Diese Körperteile brauchen wir. Wir können nicht einfach sagen: „Den Kopf brauchen wir nicht." Das ist Unsinn - alles wird gebraucht. Man stelle sich nur einmal einen Körper ohne Kopf vor - ein toter Körper. Der Körper kann vollkommen erhalten sein, aber sobald der Kopf fehlt, ist der Körper tot. Der Kopf ist der Teil des Körpers, in dem sich die Intelligenz befindet. Deshalb ist jede Zivilisation, in der es keine brāhmaṇas gibt, eine abgestorbene, dem Zerfall preisgegebene Zivilisation.

Kṛṣṇa sagt deshalb: „Diese vier Klassen sind von Mir geschafften worden, ganz den Eigenschaften und dem jeweiligen Werketun entsprechend." Wenn jemand als brahmacārī-brāhmaṇa lebt und nach Gotteserkenntnis strebt, warum wird er dann zum Militär eingezogen? Die kṣatriyas sind die Arme des Körpers. Die werden natürlich benötigt. Die Armee soll das Land und die Gesellschaft schützen, dagegen hat niemand etwas einzuwenden, aber dazu darf man keine brāhmaṇas verwenden. Ein Rennpferd darf nicht vor den Karren gespannt werden, es hat andere Aufgaben. Andere Tiere -Esel, Maultiere und Ochsen, die kann man vor einen Karren spannen.

Ich sage das ganz offen - und jeder soll es lesen - eine Gesellschaft, in der es keine Menschen gibt, die nach geistiger Erkenntnis streben, eine Gesellschaft, in der es kein Kṛṣṇa-Bewußtsein gibt, ist eine Gesellschaft von Halunken, eine Gesellschaft ohne Kopf. Und wo kein Kopf ist, da ist auch kein Hirn, und der Körper ist tot. Oder aber der Kopf ist da, aber das Gehirn funktioniert nicht mehr richtig, und dann ist es der Kopf eines Wahnsinnigen.

Glauben Sie vielleicht, daß es in einer toten oder dem Irrsinn verfallenen Gesellschaft Frieden geben kann? Nein. Wenn die Gesellschaft sich aus Irren zusammensetzt, dann gibt es keinen Frieden mehr. Deshalb ist es heutzutage das Wichtigste, daß jeder einzelne Kṛṣṇa-Bewußtsein studiert. Ganz besonders müssen diejenigen Menschen, die diese Gesellschaft führen, die Präsidenten, Bundeskanzler und Verteidigungsminister die Intelligenz aufbringen, diese Wissenschaft der Seele zu verstehen.

Vor ein paar Tagen, als ich hier ankam, traf ich einen Vertreter der japanischen Regierung aus Tokyo. Ich wollte ihm klar machen, wie wichtig es ist, diese Bewegung zu unterstützen, er aber sagte: „Mit einer religiösen Bewegung können wir nicht zusammenarbeiten." Dieser Mann war einer der ersten Vertreter seiner Regierung und doch ist er solch ein Narr. Er hält diese Bewegung für eine religiöse Bewegung, für eine sentimentale Religion. Aber das hier hat nichts mit Sentimentalität zu tun. Es ist eine dringende Notwendigkeit: ein Teil der Menschen muß Kṛṣṇa-bewußt sein. Andernfalls ist diese Zivilisation dein Untergang geweiht. Mit Leuten dieser Art an der Regierung kann es keinen Frieden geben. Wenn wir die menschliche Gesellschaft dem Tierreich angleichen, gibt es keinen Frieden mehr. Die Hunde bellen, sobald sie andere Hunde sehen. Wenn wir aus der menschlichen Gesellschaft eine Gesellschaft von Hunden, Katzen und Tigern machen, dann können wir keinen Frieden mehr erwarten. Der Tiger ist zwar ein sehr mächtiges Tier, das viele andere Tiere töten kann, aber das bedeutet nicht, daß er ein besonders wichtiges Tier ist, das dem Menschen dienen kann. Wir sind heutzutage sehr mächtig, haben moderne Waffen und können viele Menschen töten, aber diese Dinge sind kein Maßstab, an dem man den Wert oder die Bedeutung eines Einzelnen oder einer Nation messen könnte.

Der Sinn des menschlichen Lebens liegt nicht darin, eine Gesellschaft von Tigern, Affen oder Eseln hervorzubringen, die sich ihr Leben lang abrackern. Eine Gesellschaft dieser Art ist nicht imstande, irgendwelchen Nutzen aus diesem Leben zu ziehen.

In jedem, der sich in irgendeiner Art zu Kṛṣṇa hingezogen fühlt, kann auch wirkliche Liebe entstehen. Bevor ich in die westliche Welt kam, gab es keine Bewegung, die in irgendeiner Weise diesem Kṛṣṇa-Bewußtsein entsprach. Heute jedoch beginnt es sich überallhin auszubreiten. Kṛṣṇa erschien nicht in diesem Teil der Welt, und die Menschen hier akzeptieren Kṛṣṇa nicht als ihren Gott, aber Kṛṣṇa ist so anziehend, daß man doch kein Fremder ist, obgleich man in einem anderen Land geboren wurde. Für Kṛṣṇa sind wir keine Fremden. Wir alle gehören zu Ihm. Aber unsere Unwissenheit bringt uns dazu, aus Ihm einen Fremden zu machen.

In der Gītā sagt Kṛṣṇa: „Zweifellos gibt es unendlich viele Lebensformen und Lebensarten, Mein lieber Arjuna, aber Ich bin ihr Vater." Kṛṣṇa ist wahrhaft universell. Er sagt: „Ich bin der Ursprung." Und zwar nicht nur der Menschen, sondern auch der Tiere - überhaupt aller Wesen. Wie kann also Kṛṣṇa dann fremd sein? Das ist Unsinn. Man sagt, daß Kṛṣṇa ein Inder ist oder daß Er von den Hindus verehrt wird und deshalb einer der Hindu-Götter sein muß, und viele Menschen glauben, daß Kṛṣṇa sagt: „Ja, ich bin ein Hindu-Gott, ja ich bin Inder." Aber Kṛṣṇa gleicht der Sonne. Ist die Sonne amerikanisch oder indisch? Nichts ist amerikanisch oder indisch. All dies hat nichts mit dem eigentlichen Wesen der Dinge zu tun.

Der Kommunismus besagt, daß dieser Planet den Menschen gehört und keinem sonst. Aber dieser Kommunismus ist unvollkommen, weil die Russen sagen, Rußland ist für die Russen, und die Chinesen sagen, China ist für die Chinesen. Warum aber nicht für andere? Denken Sie einmal in Begriffen wie: Menschheits-Kommunismus oder Lebewesen-Kommunismus! Diese Welt gehört nicht nur den Menschen, sie gehört jedem. Sie gehört auch den Bäumen und den Tieren. Die wollen auch leben - und sie haben ein Recht darauf. Warum müssen wir Bäume fällen und Tiere in die Schlachthäuser bringen? Das ist Ungerechtigkeit! Wir dürfen nicht von Gerechtigkeit sprechen, wenn wir ständig ungerecht handeln. Wir sind nicht Kṛṣṇa-bewußt. Wir haben vergessen, daß Kṛṣṇa unser ursprünglicher Vater ist und daß wir alle Seine Söhne sind. Der Baum ist mein Bruder, die Ameise ist mein Bruder, jedes Tier ist mein Bruder. Der Amerikaner ist mein Bruder, der Inder ist mein Bruder, der Chinese ist mein Bruder. Deshalb müssen wir Kṛṣṇa-bewußt werden. Wir reden diesen ganzen Unsinn von universeller Brüderlichkeit und Vereinten Nationen - das ist alles Unsinn. Ohne den Vater zu akzeptieren, kann Brüderlichkeit und Menschlichkeit nie verwirklicht werden. Deshalb wird seit Jahren immer nur geredet. Immer die gleichen Dummköpfe. Die Vereinten Nationen haben ihr Hauptquartier hier in New York: sie reden nichts als Unsinn - das scheint ihre einzige Aufgabe zu sein. Ohne wirkliches Kṛṣṇa-Bewußtsein kann sich auch die Situation in dieser Welt nicht verbessern.

Kṛṣṇa sagt, daß man die Zuneigung, die man für Ihn spürt, vertiefen muß. Wir müssen ganz am Anfang beginnen. Dann schaffen wir es. Ich habe einige Schüler hier, die sich aufrichtig bemühen. Sie sind nicht vollkommen, aber sie bemühen sich, ihre Zuneigung zu Kṛṣṇa zu vertiefen. Sonst würden sie wohl kaum ihre Zeit darauf verwenden, „Hare Kṛṣṇa" zu chanten. Aber sie tun es, und es ist tatsächlich möglich. Wenn wir es wirklich versuchen, können wir alle möglichen Dinge lieben lernen. Aber Kṛṣṇa zu lieben ist gar nicht schwierig, denn Kṛṣṇa gehört nicht irgendeiner Religion oder Sekte an. Kṛṣṇa sagt, „Ich gehöre allen". Deshalb sind wir ursprünglich alle mit Kṛṣṇa verbunden; wir haben das nur vergessen. Durch dieses Chanten beginnen wir, uns wieder zu erinnern. Es ist nicht so, daß wir Ihnen etwas beibringen wollen, was nicht Ihrem Wesen entspricht. Kṛṣṇa ist mit Ihnen allen verbunden, Sie haben das nur vergessen. Wir versuchen, Ihnen den Weg zu zeigen, durch den Ihr ursprüngliches Bewußtsein wiedererwachen kann. Besuchen Sie doch einmal unsere Tempel - das wäre schon ein Anfang. Das gibt Ihnen die Möglichkeit, Kṛṣṇa zu sehen oder zumindest diejenigen, die Ihm ihr Leben geweiht haben, und Sie können „Hare Kṛṣṇa" chanten.

Kṛṣṇa ist absolut, und daher sind Seine Worte von Ihm selbst nicht verschieden. Der Name Kṛṣṇa und die Person Kṛṣṇa sind deshalb identisch.

Das Einssein im Sinne der Philosophie des Monismus und des Pantheismus ist unvollkommen. Das Einssein in ungetrübter Erkenntnis Kṛṣṇas ist vollkommen. Wenn Kṛṣṇa die Höchste Absolute Wahrheit ist, von der alles ausgeht, dann ist auch alles von Kṛṣṇa durchdrungen. Man kann aus einer Goldgrube viele Schmuckstücke fertigen, und sie alle sind Gold, weil der Ursprung Gold ist. Wir sagen vielleicht "Ohrring", aber wir müssen „Gold" hinzufügen - „Goldohrring" -, weil es eben Gold ist und ursprünglich aus der Goldgrube kommt. In gleicher Weise kommt alles ursprünglich von Kṛṣṇa.

Wenn Er der Höchste, die Absolute Wahrheit ist, dann ist nichts von Ihm verschieden. Ob es nun ein goldener Ohrring ist, eine Halskette, ein Armreif oder eine Armbanduhr, alle diese Dinge sind aus Gold gefertigt und sind deshalb Gold. Trotzdem aber können wir nicht einfach sagen, „das ist alles Gold". Wir sprechen daher von goldenen Halsketten, goldenen Ohrringen, usw. Für die māyāvādīn, die Anhänger der Lehre vom Unpersönlichen, ist alles Brahman. Aber, „alles ist Brahman", das ist einfach nicht richtig.

Dies alles wird sehr genau im Dreizehnten Kapitel der Bhagavad-gītā erklärt: „Ich bin alldurchdringend. Das ist Mein unpersönlicher Aspekt." In Seinem unpersönlichen Aspekt ist Kṛṣṇa überall gegenwärtig, trotzdem aber ist Er eine Person. Die māyāvāda-Philosophen sind nicht imstande, Kṛṣṇa getrennt von Seiner Allgegenwart zu sehen. Aber eine solche Sicht ist durch und durch materialistisch und entbehrt jeglicher spiritueller Erkenntnis.

Wenn wir ein Stück Papier nehmen, es zerreißen und überallhin verstreuen, denn gibt es dieses Stück Papier in seiner ursprünglichen Form nicht mehr. Das ist auf materieller Ebene so - aber durch die Veden erfahren wir, daß die Absolute Wahrheit so vollkommen ist, daß das Ganze immer bleibt, auch wenn wir das Ganze fortnehmen. Eins minus eins ist gleich eins. In der materialistischen Denkweise ist eins minus eins gleich null. Aber auf der spirituellen Ebene ist dies nicht so. Dort ist eins minus eins gleich eins und eins plus eins ist auch gleich eins.

Kṛṣṇa ist allgegenwärtig und alldurchdringend. Die māyāvādīn, die Anhänger der Unpersönlichkeitslehre, sehen die Bildgestalten Gottes bei uns und sie sagen, „ach die haben hier einige hölzerne Figuren aufgestellt und verehren sie als Gott." Aber jeder, der in der Gotteswissenschaft erfahren ist weiß, daß Kṛṣṇa allgegenwärtig ist und überall erscheinen kann. Elektrizität findet man überall in der Stromleitung: wo immer man auch anfaßt, man wird sie spüren. So ist auch Kṛṣṇa in Seinem unpersönlichen Aspekt überall gegenwärtig, aber genau wie bei dem Strom ist es einzig der geübte Handwerker, der mit der Kraft, die sich im Strom befindet, umzugehen versteht. Wenn wir eine Telefonleitung bei uns legen lassen wollen, dann rufen wir zunächst das betreffende Amt an. Und wenn dann die Leute kommen und ihre Arbeit verrichten, dann merken wir es kaum, weil sie ihr Handwerk verstehen. Wir müssen also auch unser Handwerk verstehen und wissen, wie wir mit Kṛṣṇa in Verbindung treten können. Denn Kṛṣṇa ist ja überall - das ist Kṛṣṇa-Bewußtsein. Aber man muß wissen, wie man mit Kṛṣṇa durch Seine aus Holz oder Metall geformte Bildgestalt Verbindung aufnehmen kann.

Wir müssen lernen, wie wir mit Kṛṣṇa die Beziehung überall und in allen Dingen aufnehmen können. Das wird durch verschiedene yoga-Wege erklärt. Auch das Kṛṣṇa-Bewußtsein ist yoga, der vollendete yoga, der höchste yoga. Jeder kann kommen, und wir werden ihm sagen, daß dies die höchste Form des yoga ist und daß es gleichzeitig auch sehr einfach zu praktizieren ist. Man braucht seinen Körper nicht wochenlang zu trainieren, ehe man Kraft fühlen kann. Im Kṛṣṇa-Bewußtsein wird man nicht müde. Alle unsere Schüler wollen ständig mehr im Kṛṣṇa-Bewußtsein tun. „Prabhupāda, was kann ich tun?" Und sie werden tatsächlich immer aktiver. Tätigkeiten auf materieller Ebene dagegen lassen uns nach einiger Zeit kraftlos werden.

Ich versuche natürlich, mich nicht zu überanstrengen - ich bin jetzt ein alter Mann. Ich wurde krank und ging zurück nach Indien, aber ich will weiter arbeiten. Eigentlich könnte ich mich ja zur Ruhe setzen, aber soweit es irgend geht, möchte ich arbeiten; ich möchte Tag und Nacht lernen. Nachts arbeite ich mit dem Diktaphon, und wenn ich einmal nicht arbeiten kann, bedaure ich es sehr. Das ist Kṛṣṇa-Bewußtsein. Man muß schaffen wollen. Wir sind nicht untätig. Es gibt so viel zu tun: Bücher übersetzen, Bücher drucken, Zeitschriften herausgeben, Zeitschriften verkaufen, etc.

Wir müssen einmal herausfinden, wie Kṛṣṇa-bewußt wir sein können. Wenn wir wirklich Frieden wollen, wenn wir glücklich sein wollen, dann müssen wir Kṛṣṇa-bewußt werden. Zuallererst einmal muß dann unsere Liebe zu Kṛṣṇa anwachsen. Und der Weg, der uns dahin führt, ist das Chanten des Hare Kṛṣṇa-mantra und das Tanzen vor den Bildgestalten Gottes und die Darbringung von prasādam, von spiritueller Opferspeise. Das alles hilft uns, Kṛṣṇa-bewußt zu werden.

Der yoga, der in der Bhagavad-gītā beschrieben wird, ist ganz anders als der Pseudo-yoga, den man heutzutage in der westlichen Welt findet. Der yoga, der durch sogenannte yogīs in den Westen gebracht wurde, ist kein wirklicher yoga. Yoga ist keineswegs so einfach. Zu allererst einmal muß man die Sinne zügeln. Ein yogī z. B. darf überhaupt nichts mit Sex zu tun haben. Auch wenn man Rauschmittel zu sich nimmt, Fleisch ißt, um Geld spielt und Sport treibt - all diesen Unsinn -, wenn man das tut, kann man nie ein yogī werden. Es ist unglaublich, aber es gibt heutzutage yogīs, die behaupten, daß selbst Alkoholiker yoga praktizieren können. Aber das ist nicht yoga. Man nennt es zwar yoga, aber es hat nichts mit yoga zu tun. Yoga zu praktizieren ist schwierig, besonders in unserer heutigen Zeit. Im Sinne des Śrīmad-Bhāgavatam  bedeutet yoga, sich auf die Überseele, auf Viṣṇu zu konzentrieren. Er weilt in unseren Herzen, und um sich zu konzentrieren, muß man zunächst einmal die Sinne zügeln. Die Sinne sind wie wildgewordene Pferde. Wenn wir die Pferde, die unseren Wagen ziehen, nicht mehr zügeln können, dann ist das eine recht gefährliche Situation. Man muß sich das einmal vorstellen: wir sitzen in einem Wagen und die Pferde sind so wild, daß sie uns davonlaufen. Wie sollen wir uns verhalten? Was sollen wir tun? Yoga bedeutet Zügelung der Sinne. Man vergleicht die Sinne auch mit einer Schlange. Die Schlange weiß nicht, wer Freund oder Feind ist. Sie beißt einfach jeden. Und wenn die Schlange beißt, dann hat das meist tödliche Folgen. Wir müssen uns also darüber klar werden, daß wir uns in einer sehr gefährlichen Situation befinden, wenn die ungezügelten Sinne sich nach ihrem eigenen Willen auswirken.

Durch zuviel Sinnlichkeit wird man ungehalten, man verliert seine Identität und vergißt, wer man eigentlich ist. Durch die Sinne kann man in eine solche Wut geraten, daß man sogar seine Kinder angreift, selbst seine Tochter. Deshalb sagen die śāstras, die heiligen Schriften, daß all diejenigen, die Fortschritte in der Selbstverwirklichung machen wollen, weder mit ihrer Mutter noch mit ihrer Schwester oder Tochter allein in einem Raume sein sollten. Warum? Weil die Sinne so mächtig sind, daß man, wenn sie wild geworden sind, vergißt, ob es nun die Mutter, die Schwester oder die Tochter ist.

Vielleicht meinen Sie, daß dies nur auf einige wenige Entartete zutrifft, aber die śāstras sagen, nein: wir sollten nicht einmal mit unserer Mutter, Schwester oder Tochter allein in einem Raume sitzen, weil die Sinne so mächtig sind, daß wir, auch wenn wir glauben, noch so tugendhaft zu sein, trotzdem von sexuellen Gefühlen verleitet werden.

Unsere Situation in dieser Welt, all unser Leiden, ist auf diesen materiellen Körper zurückzuführen. Dieser Körper ist die Ursache allen Elends. Das endgültige Ziel des Lebens muß deshalb darin liegen, sich von diesem materiellen Körper zu lösen und in einen spirituellen Körper einzugehen. Dies hier ist eine für uns völlig fremde Atmosphäre. Die Seele ist spirituell, frei, aber durch diese materielle Atmosphäre ist sie bedingt worden. Und der Körper setzt sich aus dieser Materie zusammen.

Der Mensch ist imstande, nachzuforschen, ob er mit diesem Körper identisch ist oder ob er etwas anderes ist. Dies läßt sich eigentlich sehr leicht verstehen. Ich bin nicht mit diesem Körper identisch, denn beim Tode bleibt der Körper zurück, obgleich die Hinterbliebenen dann jammern: „Ach, der Arme, nun ist er von uns gegangen." Der Mensch liegt aber da. Warum sagt man dann eigentlich, daß er gegangen ist? Er liegt doch da! Genau in diesem Moment können wir zu dem Verständnis kommen, daß der Mensch nicht mit seinem Körper identisch ist. Er selbst ist fort, aber sein Körper ist geblieben. Der Körper des Kindes ist zum Körper eines Jünglings geworden. Der Körper des Kindes existiert nicht mehr. Und wenn der Körper des Jünglings nicht mehr besteht, dann bekommen wir einen Körper wie den meinen, den Körper eines alten Mannes. Der Körper wandelt sich. Nicht nur Jahr für Jahr, sondern jede Sekunde ändert er sich. Wir befinden uns in diesem Körper. Es ist nicht schwierig, das zu begreifen. Und weil wir diesen Körper haben, leiden wir. Was immer man auch tut, ganz gleich auf welchem Gebiet, immer versucht man, vom Leid frei zu werden. Das ist in der Wirtschaft so, in der Politik, überhaupt in allem, was man tut; ob die Tätigkeit nun sozialer oder nationaler Art ist, jeder versucht, vom Leid frei zu werden. Es gibt gar keine andere Tätigkeit. Wir alle leiden, ob nun als Individuen, als Nationen oder als Gemeinschaften. Und dieses Leiden ist auf den Körper zurückzuführen.

Yoga bedeutet, nachzuforschen: wer bin ich eigentlich? Wenn ich nicht dieser Körper bin, was bin ich dann eigentlich? Ich bin reine Geistesseele! Wenn nun mein Tun, mein durch die Sinne geleitetes Tun falsch ist, dann bin ich außerstande zu begreifen, wer ich eigentlich bin. Die Bhagavad-gītā sagt, daß wir alle große Dummköpfe sind. Warum Dummköpfe? Weil wir diesen Körper haben. Wenn jemand uns in sein Haus einlädt, wir aber wissen, daß dort Gefahr droht, würden wir dann dort hingehen? Nein, würden wir sagen, dort gehen wir nicht hin. Wenn das so gefährlich ist, werde ich mich hüten, hineinzugehen. Steckt nicht auch dieser Körper voller Gefahren? Warum gehen wir also dann in diesen Körper ein und machen die sich wiederholenden Geburten durch? Im Flugzeug denkt man ständig daran, daß die Maschine abstürzen könnte. Und worauf ist diese Furcht zurückzuführen? Auf diesen Körper. Die Seele wird von solchen Abstürzen gar nicht betroffen. Wir aber haben ständig Angst.

Die Seele ist unvergänglich, aber der Körper vergeht. Und wir müssen leiden, weil die unvergängliche Seele den vergänglichen Körper angenommen hat.

Wir müssen also versuchen, frei zu werden, genauso wie man versucht, von Fieber frei zu werden. Wenn wir Fieber haben, ist das nicht unser eigentlicher Zustand. Unser eigentlicher Zustand ist voller Freude, aber weil wir Fieber haben, können wir keine Freude am Leben finden. Wenn wir krank sind, können wir nicht ausgehen. Wir müssen ruhen und Medikamente zu uns nehmen. Aber wir wollen das nicht - „warum muß gerade ich krank sein?" Aber wir sind nun einmal krank. Wir müssen uns immer darüber im Klaren sein, daß unser jetziger Zustand in diesem Körper ein krankhafter Zustand ist. Und jeder, der sich nicht darüber klar wird, daß er an dieser Krankheit leidet, ist ein Narr.

Die śāstras sagen, daß jeder schon als Dummkopf geboren wird, ganz einfach deshalb, weil man diesen Körper hat. Kein Wesen, ob es nun Amerikaner, Inder, Katze oder Hund zu sein glaubt, ist frei davon. Wenn wir glauben, wir seien Amerikaner, dann ist das krankhaft, und wenn wir glauben, wir seien Inder, dann ist das genauso krankhaft. Wir sind weder Inder, Amerikaner, Deutsche oder Russen, Hunde oder Katzen. Wir sind weder schwarz noch weiß. Wir sind unsere Geistesseele - das ist unsere Identität! Und wer diese Wahrheit nicht begreift, daß wir alle reine Geistesseelen sind, der wird nie zum Ziel gelangen.

Jesus Christus hat gelehrt: „Auch wenn wir die ganze Welt gewinnen, aber unsere Seele verlieren, was haben wir dann letztlich gewonnen?" Die Menschen wissen nicht, wer sie eigentlich sind, und doch arbeiten sie wie besessen. Man kann einmal beobachten, wie sich diese Menschen abrackern; sie alle sind von Sinnen. Das sind keine Amerikaner oder Inder, Deutsche oder Japaner. Nichts dergleichen. Ihnen ist die Möglichkeit gegeben worden, hierher zu kommen, auf diese Erde, und weil sie an einem bestimmten Ort geboren wurden, haben sie einen bestimmten Körper bekommen. Und sie sind wie toll danach.

In der Bhagavad-gītā steht, daß der Körper genauso wie ein Kleidungsstück gewechselt wird. Durch yoga kann man aus diesen irdischen Verkörperungen austreten. Genauso wie sich das Wechseln der Kleider wiederholt, so wiederholen sich auch Geburt und Tod. Das ist der Grund unseres Elends. Solange wir das nicht begreifen, werden wir auch nie zum Ziel gelangen.

Yoga bedeutet, von diesen Verkörperungen frei zu werden und sich selbst zu erkennen. Dieser Körper wird zwar von den Eltern geboren, aber als reine Geistesseele sind auch wir der Ursprung seiner Geburt. Das bezieht sich nicht auf eine Geburt, die man geschichtlich auf einen bestimmten Tag festlegen kann und die an einem bestimmten Tag aufhört. Nein. Sie Seele ist ganz anders beschaffen. Sie hat weder Anfang noch Ende. In der Bhagavad-gītā wird gesagt, daß die Seele wesentlicher Bestandteil Gottes ist. Gott ist ewig. Er ist voller Freude und Glückseligkeit. Das entspricht dem Wesen der Absoluten Person, dem Höchsten Gott. Er ist ganz Glückseligkeit, Ewigkeit und Erkenntnis. Und weil wir Seine wesentlichen Bestandteile sind, so sind auch wir, ganz dem Gradeunserer unendlich kleinen Größe entsprechend, unvergänglich, voller Glückseligkeit und voller Erkenntnis.

Die Menschen gelten als die intelligentesten aller Lebewesen, aber sie mißbrauchen ihre Intelligenz, weil sie sie ganz auf die tierischen Neigungen ausrichten. Die tierischen Neigungen sind Essen, Schlafen, Sich-Fortpflanzen und Sich-Fürchten. Man kann das deutlich an der heutigen Zivilisation erkennen: jeder einzelne ist auf diese vier Prinzipien des tierischen Lebens ausgerichtet. Der Mensch schläft und macht sich schöne Kissen, um noch besser schlafen zu können. Er kocht alle möglichen Gerichte, um seine Eßlust zu befriedigen, er stimuliert sich sexuell, um seinen Fortpflanzungstrieb zu stillen, und er versucht, sein Land mit Atombomben zu verteidigen, um seine Furcht zu überwinden.

Aber diese Merkmale findet man auch bei Tieren. Auch die Tiere schlafen und verteidigen sich. Zwar ohne Atomwaffen, aber sie wissen sich sehr wohl zu verteidigen. Unsere Feinde können wir erschlagen oder sie uns, aber in Wirklichkeit gibt es keine Verteidigung. Wir können uns gar nicht verteidigen. Wenn wir die Bombe werfen, dann werden wir durch die radioaktive Strahlung in Mitleidenschaft gezogen. Das also ist nicht die Lösung unserer Probleme. Die Lösung all unserer Probleme finden wir, wenn wir versuchen, aus diesem bedingten Zustand des Daseins herauszufinden. Das wird yoga genannt - sich mit dem Höchsten verbinden.

Es gibt einen Höchsten. Diese materielle Schöpfung ist so schön - meinen Sie nicht, daß es einen Freund gibt, der dies alles lenkt? Der Himmel ist so wunderbar, für jeden ist Nahrung vorhanden, in geregelten Zeitabständen gehen Mond und Sonne auf. Die Sonne gibt uns Wärme, die wir für unsere Gesundheit benötigen. Für alles ist gesorgt, und doch behaupten die verblendeten Menschen, daß nichts dahinterstecke, daß alles automatisch verliefe.

Gott Kṛṣṇa, ist Wirklichkeit, und wir alle sind Seine wesentlichen Bestandteile. Aber wir sind in dieser materiellen Atmosphäre von der Materie abhängig geworden. Doch jetzt ist uns ein Leben als Mensch gegeben worden, und nun müssen wir versuchen, aus dieser Verstrickung herauszufinden. Aber das ist nicht so ohne weiteres möglich. Aus der Verstrickung, die dieser materielle Körper mit sich bringt, finden wir nicht heraus, wenn wir nicht Kṛṣṇa-bewußt werden. Kṛṣṇa-Bewußtsein ist nicht irgend etwas Wesensfremdes - das darf man nicht glauben. Unsere internationale Gesellschaft dient nicht irgendwelchen politischen Zwecken, sie dient vielmehr der Erreichung des höchsten Lebenszieles. Kṛṣṇa-Bewußtsein, Gott-Bewußtsein, ist in uns allen. Je unschuldiger ein Mensch bei einem kīrtana ist, desto eher beginnt er mitzumachen. Ein Kind beginnt ganz von selbst, zu klatschen und zu tanzen, denn dies ist ja in ihm. Deshalb ist dieses Kṛṣṇa-Bewußtsein auch so einfach.

Wir müssen also Kṛṣṇa-bewußt werden, sonst können wir aus der Verstrickung des bedingten Lebens nicht herausfinden. Das müssen wir versuchen, zu verstehen. Mit romantischen Gefühlen hat das nichts zu tun. Es ist eine große Wissenschaft, und wir müssen sie genau verstehen. Dann erst können wir den Sinn dieses menschlichen Lebens erfüllen. Ein Land kann zwar zu einer großen Nation werden, aber dadurch werden die Probleme des Lebens nicht gelöst.

Durch Kṛṣṇas Barmherzigkeit ist es mir möglich, Ihnen mit der ganzen Kraft meines Lebens zu dienen. Im Jahre 1967 mußte ich Amerika verlassen, ich war bei schlechter Gesundheit; aber Leben und Tod - alles liegt in Kṛṣṇas Händen. Ich dachte, ich würde nach Vṛndāvana zurückgehen, weil Vṛndāvana ein heiliger Ort ist, wo das Kṛṣṇa-Bewußtsein sehr stark ist, um dort im Kṛṣṇa-Bewußtsein zu sterben. Aber wenn man Kṛṣṇa-bewußt ist, dann kann man auch hier in Vṛndāvana sein. Vṛndāvana ist nicht irgendein Ort, der Vṛndāvana heißt. Kṛṣṇa sagt: „Es ist nicht so, daß ich im Königreich Gottes lebe, in Vaikuṇṭha, noch befinde Ich Mich im Herzen des yogī." Der yogī sucht Kṛṣṇa in seinem Herzen. Aber Kṛṣṇa sagt: „Ich bin weder in Meinem Reich in der spirituellen Welt noch im Herzen des yogī." Wo bist Du dann? Kṛṣṇa sagt: „Ich bin dort, wo alle diejenigen, die Mir bedingungslos ihr Leben geweiht haben, Meinen Ruhm preisen." - Das also ist Vṛndāvana.

Wenn dies also Vṛndāvana ist, dann bin ich dort. Es gibt da keinen Unterschied. Wo immer es elektrisches Licht gibt, dort gibt es auch Elektrizität. Das ist leicht zu begreifen. Und wo immer Kṛṣṇa-Bewußtsein ist, da ist auch Vṛndāvana. Wenn wir „Hare Kṛṣṇa" chanten, dann können wir durch die Gnade Kṛṣṇas in Vṛndāvana sein. Chanten Sie „Hare Kṛṣṇa", werden Sie Kṛṣṇa-bewußt und versuchen Sie, die Philosophie, die all dem zugrunde liegt, zu verstehen. Das Kṛṣṇa-Bewußtsein ist nicht irgendeine Gaukelei, es ist eine echte Wissenschaft. Wir sind bereit, das jedem darzulegen.

Kṛṣṇa-Bewußtsein ist das, was der Mensch in dieser Welt am dringlichsten benötigt. Studieren Sie diese Philosophie, beginnen Sie zu verstehen, und beginnen Sie danach zu leben, und geben Sie dann Ihr Wissen weiter an andere. Es ist nicht schwierig. Wenn Sie, ohne Vergehen zu begehen, „Hare Kṛṣṇa" chanten, dann wird sich alles offenbaren, alles wird klar werden, weil Kṛṣṇa in Ihrem Herzen weilt. Wenn Sie stark sind und gläubiges Vertrauen in Kṛṣṇa und den transparenten Mittler, den geistigen Meister haben, dann ist auch Kṛṣṇa gegenwärtig. Die Veden sagen, daß sich uns alle vedischen Schriften in ihrem innersten Wesen offenbaren, wenn wir voller Vertrauen an Gott glauben und an den echten guru, der uns das Kṛṣṇa-Bewußtsein lehrt.

Der Weg dorthin ist spirituell. Materielle Qualifikationen sind nicht erforderlich. Denjenigen, die sich in sinnlosen Spekulationen verlieren, bleibt die Erkenntnis des Selbst vorenthalten. Von Illusionen umgarnt, vergeuden sie nur unnütz ihre Zeit. Was sie auch immer auf ihrem jeweiligen Gebiet leisten mögen, sie bleiben die gleichen verblendeten Toren. Aber unsere Schüler, die sich ernsthaft bemühen, Kṛṣṇa-bewußt zu werden, die bemerken, wie sich ihr Leben ändert, ihr Glück, ihre Jugend. Das ist Wirklichkeit.

Ich bitte euch alle, meine lieben Jungen und Mädchen, nehmt dieses Kṛṣṇa-Bewußtsein ernst, ihr werdet glücklich werden und Erfüllung in eurem Leben finden. Wir machen keine leeren Versprechungen. Wir sind nicht hierher gekommen, um Geld zu machen. Geld gibt uns Kṛṣṇa, wenn wir es brauchen. Ich reise so oft nach Indien, und auch meine Schüler - Selbst für einen reichen Menschen würde das mit großen Ausgaben verbunden sein. Aber wir haben nur Kṛṣṇa im Sinn sonst nichts, und Er gibt uns das Notwendige. Ich weiß nicht, woher das Geld kommt, aber Kṛṣṇa gibt uns das, was wir benötigen. Im Kṛṣṇa-Bewußtsein werdet ihr wirklich glücklich sein. Ihr seid noch jung. Euer Land und die Gesellschaft setzen ihre Hoffnungen in euch. Bemüht euch, Kṛṣṇa-bewußt zu werden. Praktiziert diese Wissenschaft in eurem täglichen Leben. Seid glücklich und macht andere glücklich. Darin besteht die wirkliche Aufgabe des Lebens. » weiter

         
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